Von der Herzlichkeit und Gastfreundschaft, mit der die Olfener Besucher in der neuen Partnergemeinde empfangen wurden, erzählen noch heute alle damaligen Teilnehmer.
Die Verschwisterungsfeier gestaltete sich sehr beeindruckend. Der Moment, als in der Kirche vor dem Altar sich Adam Rösch und George Regairaz als ehemalige Kriegsgefangene die Hand reichten, wurde für alle damaligen Teilnehmer ein bleibender Eindruck. Keine Worte konnten diese symbolische Handlung besser umschreiben. Adam Rösch war in französischer Kriegsgefangenschaft in Nordafrika und George Regairaz war in deutscher Kriegsgefangenschaft in Kassel. Beide hatten in dieser Zeit jeweils gute Sprachkenntnisse erworben, die bei den Feierlichkeiten die Verständigung erleichterten. Beide waren von der Notwendigkeit der Aussöhnung überzeugt.
George Regairaz bleibt allen in Erinnerung, weil er einen kleinen Wüstenfuchs mit großen Ohren auf seiner Schulter sitzen hatte, der vertraut und aufmerksam die Menschen um sich herum beobachtete. Mit seiner Ziehharmonika gestaltete George unzählige gesellige Stunden musikalisch, in denen bei Wein und gutem Essen das gemeinsame Lied eine bessere Brücke war als das fremdsprachige Wort.
Zur Symbolik gehörte es auch, dass Urkunden zur Dokumentation der Verschwisterung unterschrieben wurden.
